Ich und mein Ballast

Wir tragen schwer. Ja, man kann es ruhig so sagen. Manches müssen wir tragen, aber einiges davon brauchen wir schon lange nicht mehr. Den Ballast.

 

"Als Ballast wird Material von hohem Gewicht, aber geringem Wert bezeichnet."    Wikipedia

 

Wir alle tragen Ballast mit uns rum. Einer mehr, ein anderer weniger.

Körperlich, seelisch oder aber auch in unserem Zuhause.

 

Als Home Coach weiß ich, dass diese Bereiche nicht klar voneinander zu trennen sind. Wer mit seelischem Ballast zu tun hat, spürt die Auswirkungen häufig auch als körperlichen Ballast. Auch Zuhause wird es sichtbar, wenn der Ballast auf der seelischen Seite zu viel wird. Wir fühlen uns in unserem Herzen, in unserem Körper und in unserem Zuhause nicht mehr wohl.

 

 

 

Meinen heutigen Blogartikel schreibe ich im Rahmen der Blogparade 2019 von lemondays zum Thema

 

„Bye,bye Traumfigur? Wie geht das mit dem Wohlfühlgewicht ab 40? oder 50?“ 

 

Hierbei geht es um den körperlichen Ballast, der in den Wechseljahren besonders hartnäckig zu sein scheint.

Aber wie viele tolle Frauen das im Rahmen dieser Blogparade vor mir bereits erwähnt haben, ist es sinnvoll hinter die Fassade der Traumfigur zu schauen.

Aus meinem Blickwinkel sitzt hinter der Fassade das eigentliche Haus. Der Innenraum, der Wohnraum und der Schutzraum.

 

lemondays ist ein Online Magazin das sich mit den verschiedenen Facetten der Wechseljahre beschäftigt. Ich möchte diese Zeit im Leben beleuchten und darauf aufmerksam machen, dass es unterschiedliche Möglichkeiten gibt durch wechselhafte Zeiten zu kommen, Ballast loszuwerden und es sich im Leben ein bisschen leichter zu machen.

 

Mein Thema sind die Pfunde, die sich in unserem Zuhause verstecken.

 

Der Ballast Zuhause sind die Dinge, die wir über die Jahre angehäuft haben, die aber keinen echten Nutzen erfüllen. „Material von hohem Gewicht, aber geringem Wert“, besser als Wikipedia hätte ich es nicht sagen können.

 

Er liegt schwer auf unseren Schultern - unser häuslicher Ballast. Er zieht von einem Schrank in den Nächsten, steht in der Ecke und landet schließlich im Keller oder auf dem Dachboden.

 

Und eventuell stellen wir uns irgendwann die Frage: WIE ist das Zeug bloß alles in unser Haus gekommen?

 

Ich kann es Dir sagen. Du hast es gekauft, oder geerbt, oder geschenkt bekommen. Du hast es vielleicht auch selber gemacht. Sicher hat der Ballast mal ein Bedürfnis gestillt. Vielleicht hast Du gedacht, Du brauchst es oder es macht Dich glücklich. Vielleicht war der Sinn auch damit erfüllt, dass jemand anderes nicht mit leeren Händen zu Besuch gekommen ist. Oder es war eine Erinnerung - an einen Moment, an einen Menschen, an eine bestimmte Zeit…

 

Es war auch nicht immer Ballast. Nur der Wert und das Gewicht haben sich über die Jahre verändert. 

Ich habe ein Beispiel für Dich. Eins aus meinem Leben. Vielleicht kommt es Dir bekannt vor. 

 

 

Es ist ein großer Umzugskarton, in dem sich mein Ballast befindet. Ein schwerer Umzugskarton. Ein Umzugskarton auf dem steht: „Leonie - Studium/Unterlagen“.

 

Dieser Karton war kein Ballast, als ich ihn gepackt habe. Überhaupt nicht! Er stand für eine besondere Zeit in meinem Leben, in der ich viele, wichtige Dinge gelernt habe.

Dinge, die ich keinesfalls vergessen wollte. Studienarbeiten und Projekte, die meine Leistung zeigten. Vorlesungen, die ich gehört habe und nochmal nachlesen wollte…

 

 

So zog dieser Karton mit mir um, wurde verstaut, zog erneut um, stand an einem Ort wo ich ihn erst beim Umzug wiederfand, zog mit um, wurde verstaut und zog mit um.

 

 

Dann habe ich reingeschaut. Das war wichtig und gut. Denn mittlerweile war vieles davon Ballast geworden. Es gab Unterlagen, die veraltet waren, andere, deren Informationen ich online leichter und schneller recherchieren konnte und wieder andere, die soweit von meiner eigentlichen Tätigkeit entfernt waren, dass ich sie nie mehr brauche.

 

Von der ganzen Kiste ist ein Stehsammler übrig geblieben und die erneute Erkenntnis, dass ich mich verändert habe, dass die Zeit Spuren hinterlässt und dass ich nicht mehr dort bin, wo ich vor 12 Jahren war.

 

Ein bisschen tut das weh. Denn es bedeutet ja, dass eine besondere Zeit vorbei ist. Aber tatsächlich brauche ich keinen Karton im Keller um mich an meine Studienzeit zu erinnern. Viel schlimmer wäre es außerdem, wenn sich in den vielen Jahren nichts verändert hätte.  

Ich glaube, es ist sinnvoll das Positive in den Veränderungen zu sehen, die unser Leben für uns breit hält, denn sie bedeuten auch Wachstum. 

 

Was ist nun zu tun, wenn man Zuhause nicht mehr glücklich ist? Wenn der Ballast zu viel ist, oder gar nicht klar wo das Problem liegt? 

 

Meine Empfehlung: Die Inventur.

 

Schau Dir an was Du besitzt, wie Du es nutzt und ob es dort, wo es ist, den besten Platz gefunden hat. Häufig haben wir uns schon so an Wohnsituationen und Abläufe gewöhnt, dass uns gar nicht mehr auffällt, wie umständlich sie sind. Gehe mit offnen Augen, mit neuen Augen, durch dein Zuhause und schau was Dir wirklich gefällt und was Du regelmäßig nutzt. 

 

Ein Satz, der mich schon lange begleitet und sich immer wieder als unentbehrlich erwiesen hat ist:

Alles braucht seinen Platz.

 

Wenn Du Dinge besitzt, die keinen Platz haben, frage Dich warum. Wertvolles wird einen Ort finden, anderes vielleicht ein neues Zuhause. 

Wir müssen uns um unsere Dinge kümmern, sie verstauen und wieder finden. Da sollten es schon Dinge sein, die einen entsprechenden Wert für uns haben.

 

Der Wert der Dinge kann sich im Laufe der Zeit verändern. Deshalb ist die Inventur so wichtig. Wenn man sich vom Ballast trennt - ist auch wieder mehr Raum, die eigene Zukunft neu zu gestalten.

 

Wenn Du mehr über das Wohlfühlgewicht in den eigenen vier Wänden erfahren möchtest und wie ich Dir dabei helfen kann, dann schau mal hier und hier.

 

 

 

 

Andere spannende Beiträge der Blogparade findest Du hier:

Elke Jansen, die darüber schreibt Ihrem Leben Gewicht zu geben,

Alexandra Eideloth, die Interessantes über Zucker und Kaffee zu sagen hat und

Ursula Hunke, deren Worte sich wie eine Umarmung anfühlen.